Umschuldung
Umschuldung
Fragen und Antworten rund um das Thema Umschuldung:
Worauf sollte man bei einer Umschuldung achten?
Bei einer Umschuldung ist es zu empfehlen, zuerst den “alten” Kreditvertrag aufmerksam durchzulesen, ob eine Pönale (zu Deutsch: Vertragsstrafe) bei früherer Kündigung fällig wird. Eine Pönale beträgt im Schnitt zwischen 1 und 5 %, kalkuliert vom Betrag, den man früher (das bedeutet: vor Laufzeitende) an die Bank zurückzahlt. Von der “neuen” Bank unbedingt einen Kreditkosten-Voranschlag verlangen: Laut Bankwesengesetz steht dem Kunden als Kreditwerber ein Vertragsentwurf mit allen wichtigen Eckdaten zu - zunächst das Angebot des Neukredites genau prüfen, dann unterzeichnen.
Bei welchen Kreditarten besteht Pönale?
Eine Pönale kann bei Krediten, die beweisbar zur Schaffung oder Sanierung von Gebäuden festgelegt sind und eine Laufzeit von wenigsten zehn Jahren aufweisen, und bei Hypothekarkrediten oder bei Krediten mit einer festgelegten Festzinsperiode verrechnet werden. Als Richtwert für Pönalen: Von Banken wird im Schnitt eine Pönale zwischen 1 und 5 % des Betrages verrechnet, der vorzeitig rückgeführt werden soll.
Wie geht man bei einer Umschuldung vor?
Zunächst sollte man einige Angebote einholen. Darüber hinaus gilt, dass die Höhe des Zinssatzes in erster Linie von der Bonität des Kunden- und den von ihm gebotenen Sicherheiten - abhängen wird. Im zweiten Schritt empfiehlt sich die tatsächlichen Kosten zu vergleichen- natürlich sollte man darauf achten, dass man alle Kostenbestandteile berücksichtigt.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Effektiv-Zinssatz und Nominal-Zinssazt?
Unter dem nominalen Zinssatz versteht man jenen Jahreszinssatz, mit dem der Kreditbetrag zu verzinsen ist. Der Nominalzins gibt aber keine Information über die reale Kostenbelastung eines Kredites, weil er Nebenkosten nicht enthält.
Der effektive Jahreszinssatz hingegen enthält auch die Nebenkosten eines Kredites (wie zum Beispiel Bearbeitungsgebühr, geforderte Kreditrestschuldversicherung). Der Effektivzins ist - wegen der eingerechneten Kosten - immer höher als der Nominalzins.
Wann ist eine Umschuldung rentabel?
Falls die Zins- und Spesenersparnis eines “neuen” Kredites gegenüber einem “Altkredit” eindeutig höher ist als die Kosten und Spesen, die mit der neuerlichen Kreditaufnahme fällig werden. Tipp: Die Bank, die einen “günstigeren” Kredit zur Verfügung stellt, immer nach dem effektivem Jahreszinssatz und der Gesamtbelastung fragen. Der Effektivzins kalkuliert anfallende Kosten ein, die Gesamtbelastung enthält alle ihre Zahlungen an die Bank einschließlich die Spesen.