Öko als Rettung?
‚Nachhaltigkeit’ - das predigen Öko-Experten und erhofften sich Börsianer. Nun sind die schwankenden Kurse an der Börse ob der Finanzkrise allerdings nicht gerade als ‚nachhaltig’ zu bezeichnen. Wie wäre es, beides zu vermischen und nachhaltige Investments zu schaffen? Neben dem guten Gefühl, etwas für die Umwelt investiert zu haben, sind auch die Renditeaussichten für die Öko-Investments gar nicht so übel.
Neben der Sicherheit, die in vergangenen Studien immer so sehr als wichtiger Punkt genannt wurde, sind die Anleger auch auf Umweltverträglichkeit und soziales Engagement aus - oft mehr als auf Rendite, die sich dabei allerdings auch gerne einstellen darf. ‚Grünes Geld’, ‚nachhaltige Geldanlagen’ und ‚ethisch-ökologisches Investment’ - das sind die Begriffe, die gerade eine Renaissance zu erleben scheinen.
Die DZ-Bank eröffnete kürzlich die Ergebnisse einer erneuten Studie, die zeigt, dass jeder zweite private Kleinanleger an den nachhaltigen Investments interessiert scheint. Jeder vierte Anleger zeigte Interesse an ethisch korrekten Anlagemöglichkeiten. Sustainable Business Instituts (SBI) legte ebenfalls Zahlen auf den Tisch, denen zufolge im Jahre 2008 fünfzig neue ökologisch und sozial engagierte Fonds den Markt eroberten - zugelassen sind diese für ein Volumen von 900 Millionen Euro. Bislang wurden insgesamt 11,1 Milliarden Euro angelegt und verdoppelt wurde der bis 2004 gängige Anteil ab dem Jahre 2005.
Es gibt keine spezifischen Richtlinien, die besagen, welche Geldanlagen an der Börse als besonders ‚nachhaltig’ angesehen werden könnten. Man kann allerdings frei definieren, dass es sich um Geldanlagen handeln kann, die positive Auswirkungen auf die Welt haben. Diese Definition erlaubt natürlich einen äußerst freien, subjektiven Spielraum. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, sich vor dem Anlegen zu überlegen, worauf man persönlich seine Wertigkeit legt. Somit wird soziales und ökologisches Engagement als äußerst subjektiv bewertet. Es müssen also keine Unternehmen für die Geldanlage ausgewählt werden, die sich mit der Solarenergie beschäftigen, wenn dies dem Anleger keine persönliche Wertigkeit gibt. Eines ist allerdings klar: Atomwaffen werden nicht als ‚nachhaltig’ definiert. Staatsanleihen können als nachhaltig definiert werden, wenn die entsprechenden Länder keine Atomwaffen oder Gentechnologie in ihrem Konzept beinhalten. Sozial engagiert sich allerdings ein Staat, wenn er gegen Kinderarmut oder Arbeitslosigkeit kämpft.
Umweltbewusstsein scheint für Banken auf der Liste nachhaltiger Investments ganz oben zu stehen, wie die Deutsche Bank mit dem ‚DWS Klimawandel‘ bereits 2007 zeigte. Weiter sind natürlich auch Investment spannend, die sich mit der Reduzierung der Treibhausgasemission befassen, die Fotovoltaik-Anlagen fördern oder in Wind- und Wasserkraftanlagen investieren.